Setzen eines Duktus Pfahles

Duktus-Pfähle

Material und Allgemeines

Die Duktus-Pfähle sind Rohre aus duktilem Schleuderguss (Sphäroguss) mit konischen Muffen und Spitzenden. Das Material GGG 40, aus dem die Rohre gefertigt werden, besitzt hohe Festigkeitseigenschaften.

Während beim Gusseisen mit Lamellengraphit die Spannungslinien an den Spitzen der Graphitlamellen stark verdichtet werden, umfließen bei duktilem Gusseisen die Spannungslinien den in Kugelform ausgeschiedenen Graphit fast ungestört.

Die einfach zusammensetzbaren Rohrelemente bilden im Zuge des Rammvorganges eine starre, zug- und druckfeste Verbindung.

Je nach Bodenbeschaffenheit bzw. Baugrundverhältnissen kann der Pfahl als Spitzendruckpfahl sowie auch als Mantelreibungspfahl eingesetzt werden.

Technische Werte und Leistungen

Zugfestigkeit Rm: min. 420 N/mm2
0,2 % Dehngrenze Rp: min. 320 N/mm2
Bruchdehnung: min. 10 % real 15-20 %
Elastizitätsmodul: ca. 170.000 N/mm2
Druckfestigkeit: ca. 900 N/m2
Härte: max. 230 HB
Dichte: 7,05 kg/dm3
Thermische Längennausdehnung: 0,0118 mm/mK

 

Pfahlgrößen

Durchmesser:

118      7,5 mm
118      9,0 mm
170      9,0 mm
170    10,6 mm

Tragfähigkeit

Zulässige Gebrauchslast je Pfahl:

Pfahl PT 118 mm: 520 - 855 kN
Pfahl PT 170 mm: 910 - 1.390 kN
Je nach Rohrwandstärke und Ausführung abhängig von den örtlichen Bodenverhältnissen

Pfahlsysteme

Für den Duktus-Pfahl stehen zwei unterschiedliche Herstellungsmethoden zur Verfügung:

Aufstandspfahl

Unverpresster Pfahl

Der Pfahl kann als konventioneller Aufstandspfahl hergestellt werden. Die Tragfähigkeit wird durch Aufsetzen des Pfahles auf harte (tragfähige) Schichten (z.B. auf Fels) erreicht.

Der Pfahl wird nach dem Rammvorgang mit Beton verfüllt.

 

Mantelreibungspfahl

Mantelverpresster Pfahl

Die Tragfähigkeit des Pfahles wird bei Sand/Kies oder Schluff/Ton Böden durch die Betonmörtelverpressung des Pfahlmantels eine höhere Mantelreibung erzeugt. Ein Rammschuh bildet entlang des gesamtem Pfahlrohrumfangs einen Hohlraum, der während des Rammvorgangs kontinuierlich mit einer Pumpe den Betonmörtel verpresst. Durch die größere Mantelreibung erreicht man eine höhere Tragfähigkeit.