Trinkwasser und Energie

 

 

Im idyllischen Mettental-Sachseln in den Schweizer Bergen des Kantons Obwalden wurde ein Paradebeispiel für umweltfreundliche und effiziente Energiegewinnung umgesetzt. Der größte Teil des Trinkwassers von Sachseln stammt aus dem Mettental. Im letzten Jahr realisierte die Wasserversorgung Sachseln ein neues Trinkwasserkraftwerk. Die Besonderheit des Projektes ist, dass das Wasser zweimal genutzt wird – für Trinkwasser als unersetzliches Lebensmittel sowie für die Produktion erneuerbarer Energie.
 
Kernstück der Gesamtanlage war der Ersatz einer 65-jährigen, mit Druckbrechschäden versehenen, knapp 3 km langen Eternitleitung von den Mettentalquellen zum Reservoir Obflue durch eine Druckleitung aus duktilen Gussrohren von Buderus. Zum Einsatz kamen Trinkwasserrohre der Nennweite 200 mit längskraftschlüssigen BLS®-Steckmuffen-Verbindungen. Der Durchmesser war zu Gunsten der Energieproduktion, zur Verminderung von Druckabfall und Druckschlägen bei Volllastbetrieb eher groß gewählt worden.

Das unter sehr hohem Druck stehende Wasser erzeugt über eine technisch hochentwickelte Peltonturbine jährlich über eine Million Kilowattstunden Strom, der ins Netz des EW Obwalden eingespeist wird und bis zu 250 Haushalte versorgt. Das turbinierte Quellwasser wird in ein bestehendes Reservoir geführt, wo es mittels einer UV-Anlage auf Trinkwasserqualität gebracht wird.

Trotz des schlecht zugänglichen Geländes und der wechselnden Untergrundverhältnisse waren die Arbeiten zügig vorangegangen. Der Einsatz eines speziellen Schreitbaggers und rund 500 Helikopterflüge waren notwendig, um die Leitung in angemessen kurzer Zeit verlegen zu können.

Nicht zuletzt verliefen die Verlegearbeiten – wie der Bauherr betonte – trotz der geografischen Widrigkeiten so problemlos, weil die Rohre mit der zuverlässigen BLS®-Verbindung robust sind und durch ihre einfache Handhabung den zügigen Baufortschritt möglich machten. Das schweizerische Bundesamt für Energie hat dieses einzigartige Trinkwasserkraftwerk mit der schweizweit größten Fallhöhe als Demonstrations- und Pilotprojekt eingestuft und finanziell unterstützt.

         

    

 

 

 

 

 

    


 

 

 
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