Im Zuge einer umfassenden Sanierung der Trinkwasser-Fernleitung Thallwitz-Leipzig, über die täglich 24.000 m³ Trinkwasser nach Leipzig gefördert werden, muss in einzelnen Abschnitten vorgegangen werden.
Zu Beginn des letzten Jahres fiel die Entscheidung, den am stärksten durch Rohrbrüche gefährdeten Teil, der sich im Siedlungsgebiet von Leipzig-Mölkau befindet, als Einphasenplanung vorzubereiten und auszuschreiben. Die Strecke sollte im so genannten „Langrohrrelining“ saniert werden. Bei dieser Sanierungsmethode werden neue Rohre in die bestehende schadhafte Leitung eingeschoben. Dieses moderne und sehr wirtschaftliche Verfahren gehört mittlerweile zu den bewährtesten Rohrsanierungsverfahren.
Für die Erneuerung der Leitung in Leipzig-Mölkau entschied sich der Bauherr, die Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH, für duktile Gussrohre nach DIN EN 545 von Buderus, die innen mit Zementmörtel ausgekleidet sind und als Außenschutz einen Zink-Überzug mit Deckbeschichtung vorweisen.
Die Entscheidung für diese Rohre fiel vor allem wegen der langen technischen Nutzungsdauer, der bewährten Verbindungstechnik, der einfachen Handhabung beim Einbau sowie ihrer großen Sicherheitsreserven.
Nachdem die alte Grauguss-Leitung DN 1100 mechanisch gereinigt und gespült worden war, die vorhandenen Muffenspalten verschlossen und die Absätze ausgeglichen waren, konnten die Buderus-Rohre DN 900 problemlos eingeschoben werden. Die abschließende Dichtheitsprüfung der neuen Leitung wurde auf Anhieb bestanden. Aufgrund der guten Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten verkürzte sich die geplante Bauzeit von zwei Monaten um drei Wochen.